Ruderer Jason Osborne holt Olympia-Silber

27-Jähriger vom Mainzer Ruder-Verein und sein Partner Jonathan Rommelmann schnappen sich die ersehnte Medaille im leichten Doppelzweier hinter den favorisierten Iren

Toller Erfolg für Ruderer Jason Osborne vom Mainzer Ruder-Verein: Der 27-Jährige hat bei den Olympischen Spielen in Tokio gemeinsam mit seinem Partner Jonathan Rommelmann von Crefelder RC Silber im leichten Doppelzweier der Männer geholt. Das RLP-NRW-Duo musste sich in einem Herzschlag-Finale auf dem Sea Forest Waterway nur den favorisierten Iren Fintan McCarthy und Paul O’Donovan geschlagen geben. Bronze ging an Italien.

Damit haben Rommelmann und Osborne als erste deutsche Leichtgewichts-Ruderer eine olympische Medaille gewonnen. Seit der Olympia-Premiere 1996 in Atlanta war es noch keinem deutschen Doppel-Zweier gelungen, die Medaillenränge zu erreichen. Bei den Frauen unterdessen hatte es 2000 und 2004 Silber gegeben.

„Ich kann das noch nicht so richtig fassen. Die Iren hatten ganz schön mit uns zu kämpfen. Wir können uns nichts vorwerfen mit einer Silbermedaille bei Olympia“, sagte Rommelmann in der ARD. Osborne ergänzte: „Bis auf die letzten 300 Meter waren wir sehr gut dabei. Wir haben alles gegeben – aber es war dann nicht mehr drin.“ Bei schwierigen Windbedingungen lagen Rommelmann/Osborne zwischenzeitlich sogar an der Spitze des Feldes, ehe sie die bärenstarken Iren auf dem letzten Teil der Strecke doch noch vorbeiziehen lassen mussten. Der Rückstand im Ziel betrug nur 0,86 Sekunden.

Nach dem Gewinn der olympischen Silbermedaille wechselt Osborne wie erwartet in den Radsport. „Ich schließe es nicht aus, dass wir 2024 bei den Spielen in Paris noch am Start sein werden. Für mich gibt es jetzt aber erst einmal eine andere Challenge mit dem Radfahren“, machte Osborne am Donnerstag in Tokio deutlich. „Ich würde das gerne mal versuchen und gucken, was da so geht.“

Zu konkreten Plänen mochte sich Osborne, der in der Vergangenheit bereits bei den deutschen Straßenradmeisterschaften im Einzelzeitfahren teilgenommen hatte, nicht äußern. „Genaue Infos kann ich nicht geben“, sagte der Twen, der im Mainzer Stadtteil Weisenau wohnt. „Im Hintergrund habe ich da sehr gute Leute, die für mich gute Arbeit geleistet haben. Ich bin zuversichtlich, dass man einen guten Rennstall findet.“

[Michael Heinze – LSB]

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