Hohe „Championsdichte“ im Winzerkeller

Beim „Empfang der Besten“ in Ingelheim ehrt Sporthilfe RLP ihre erfolgreichsten Asse

Die „Championsdichte“ pro Quadratmeter“ war enorm: Beim „Empfang der Besten“ ehrte die Sporthilfe Rheinland-Pfalz in Kooperation mit dem Landessportbund Rheinland-Pfalz am Freitagabend im Ingelheimer Winzerkeller in guter Tradition ihre erfolgreichsten Sportler*innen des Jahres – und damit die Titel, Medaillen und Top-Platzierungen bei Welt- und Europameisterschaften sowie bei den Olympischen, Paralympischen und Deaflympischen Spielen gewürdigt.

Nachdem die Veranstaltung in den Jahren 2020 und 2021 wegen der Corona-Pandemie hatte ausfallen müssen, blickte die Sporthilfe RLP nun also wieder zurück auf die Highlights ihrer Spitzenkönner, die in kurzen Einspielern noch einmal ins Gedächtnis gerufen wurden. „Dass das alles möglich geworden ist, ist auch diesem Netzwerk zu verdanken“, betonte SWR-Sportexperte Christian Döring, der den Nachmittag in gewohnt launig-fachkundiger Manier moderierte, mit Blick auf Kuratoren, Sponsoren und Co. „Egal ob Deaflymics, Paralympics oder Hauptklasse“, stellte Dr. Ulrich Becker, Vorsitzender des Vorstands der Sporthilfe Rheinland-Pfalz, klar. „Wir freuen uns, dass heute alle da sind – und das geht am besten persönlich. Leute sehen, Leute sprechen das ist ein ganz wichtiger Kern im Sport. Wir bemühen uns ganz intensiv, alle mitzunehmen, die Leistungssport auf höchstem Niveau betreiben.“

„Team Rheinland-Pfalz“: Olympia- und Deaflympicsteilnehmer*innen sowie die erfolgreichsten Athlet*innen bei Europa- und Weltmeisterschaften 2021 und 2022

Die Sporthilfe RLP erhält über das Landesglücksspielgesetz jedes Jahr eine halbe Million Euro zur Förderung der rheinland-pfälzischen Spitzensportler*innen. Darüber hinaus ist die Sporthilfe Destinatär der GlücksSpirale – einem Produkt von Lotto Rheinland-Pfalz – und partizipiert somit an weiteren Mitteln in Höhe von mehr als 200.000 Euro. „Die Sportler*innen wissen, dass wir eine stetige Unterstützung während und auch nach der Karriere leisten“, betonte Lotto-Geschäftsführer Jürgen Häfner, neben EWR Hauptsponsor der Sporthilfe RLP.  Stellvertretend für die Kuratoren der Sporthilfe war Dr. Andreas Sebus, Geschäftsführer beim Sporthilfe-Kurator MediPlus MVZ GmbH, bei der Feierstunde dabei, die erstmals im Ingelheimer Winzerkeller über die Bühne ging.

Ein Heimspiel im Winzerkeller hatte der in Ingelheim wohnhafte LSB-Präsident Wolfgang Bärnwick, der angesichts der Energiekrise noch einmal klipp und klar Unterstützung seitens des Bundes und seitens des Landes einforderte. „Wenn die nicht kommt, werden im Winter einige Vereine nicht mehr existieren können. Deshalb fordern wir ein Entlastungspaket – wir brauchen eine Deckelung der Kosten.“ Sein Versprechen, gerade auch in Richtung der vielen Breitensportvereine, bei denen ja auch die Topsportler*innen von heute mal ganz klein angefangen haben: „Wir bleiben dran und werden weiter kämpfen – denn alleine schaffen wir es nicht. Manchmal dauert es etwas länger, bis man Erfolg hat.“

Das wissen auch die Asse, die persönlich in der Rotweinstadt erschienen waren – und in zwei Blöcken geehrt wurden. Im Plausch mit Moderator Döring plauderten die Athlet*innen locker aus dem Nähkästchen. Ruderer Jason Osborne vom Mainzer Ruderverein verriet, dass er seine Olympia-Medaille ganz unspektakulär „zu Haus in der Vitrine“ verstaut habe. „Meine beiden Bronze-Medaillen von den Olympischen Spielen liegen bei meinen Eltern“, machte indes Greco-Ringer Denis Kudla (VfK Schifferstadt) deutlich. „Was die damit machen, weiß ich nicht. Ich bin ja einer, der nicht so gerne im Mittelpunkt steht. Bei meinen Eltern sind die Medaillen daher besser aufgehoben als bei mir.“ Judoka Jasmin Külbs, die in der Bundesliga für den JSV Speyer auf die Matte geht, hatte ihre Olympia-Medaille in ihrem Rucksack dabei – „weil es hieß, dass wir die hierhin mitbringen sollen“. Es gibt aber auch Sportler, die auf Nummer sicher gehen und ihre Medaillen im Safe bei der Bank deponiert haben – wie der rheinland-pfälzische Rekord-Olympiateilnehmer Peter Joppich.

Womit wir bei einem weiteren Highlight der Feierstunde wären – der offiziellen Verabschiedung von einem halben Dutzend ehemaliger Spitzenathlet*innen, die ihre Karriere inzwischen beendet haben. Als da wären: Der Ruderer und dreimalige Olympia-Medaillengewinner Richard Schmidt (RV Treviris Trier), die promovierte Stabhochspringerin Dr. Lisa Ryzih (ABC Ludwigshafen), Karateka Jonathan Horne (Teikyo Karate Team Kaiserslautern), Para-Leichtathlet, Tänzer und WeltMESTER Mathias Mester (1. FC Kaiserslautern), Ruderer und NinjaWarrior-Halbfinalist Timo Piontek (Koblenzer RC Rhenania) sowie eben Florettfechter Peter Joppich (Coblenzer TG 1880), Sie alle durften sich über die Verdienstmedaille des Landessportbundes für herausragende Leistungen im rheinland-pfälzischen Sport freuen. Nicht zuletzt wurde auch Bahnrad-Olympiasiegerin Miriam Welte (1. FC Kaiserslautern) von Sporthilfe-Chef Becker und LSB-Präsident Bärnwick als Vorstandsmitglied der Sporthilfe RLP verabschiedet.

 

Text: Michael Heinze – LSB 

 

Fotocredits: Michael Heinze (LSB) / Bernd Eßling

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