Sporthilfe Rheinland-Pfalz verabschiedet drei Asse

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Judokas Martyna Trajdos und Jasmin Grabowski haben ihr Karriereende bekanntgegeben / Leichtgewichts-Ruderer Jason Osborne will auf zwei Rädern neue Erfolge einfahren

Mit den Judoka Martyna Trajdos und Jasmin Grabowski (beide 1. JC Zweibrücken) haben Ende 2022 gleich zwei Judo-Asse aus dem rheinland-pfälzischen Olympia-Team ihr Karriereende bekanntgegeben. Der Weltklasse-Ruderer Jason Osborne (Mainzer Ruder-Verein) indes ist nun „offiziell“ in der Radsport-Elite angekommen und hat den Aufstieg in das World-Team bei Alpecin-Deceuninck geschafft. Alle drei waren in den vergangenen Jahren durch die Sporthilfe Rheinland-Pfalz als Mitglieder des „Team RLP“ gefördert worden.

 

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Die 31 Jahre alte Schwergewichtlerin Grabowski hatte dem „Team RLP“ seit dem Jahr 2013 angehört, die 33 Jahre alte Trajdos, die in der Kategorie bis 63 Kilo auf die Matte ging, seit 2018. Der größte Erfolg der Kämpferinnen war die Bronze-Medaille mit dem deutschen Mixed-Team bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio, die pandemiebedingt 2021 stattfanden. Osborne war seit 2014 von der Sporthilfe RLP gefördert worden, damals saß er noch in einem Boot mit seinem kongenialen Partner und Mainzer Vereinskollegen Moritz Moos, der seine Ruderkarriere bereits vor einigen Jahren beendet hatte.

„Ich bin besonders dankbar für das Privileg, Judo auf so hohem Niveau gemacht zu haben, für all die Menschen und Institutionen, die mich auf dem Weg unterstützt haben, aber auch für die, die mir Hindernisse auf dem Weg stellten“, rekapituliert Trajdos. „Für all die Länder, Kulturen und Gegner, die ich kennenlernen durfte – und vor allem das, was es aus mir gemacht hat. Judo war die beste Lebensschule, die ich besuchen konnte, all die Fähigkeiten hätte ich in keiner Uni oder Schule lernen können. Ich weiß im wahrsten Sinne des Wortes, wie ich jedes Mal aufstehen kann, wenn ich am Boden bin, wie ich meine Ziele verfolgen kann – auch wenn es mal schwer wird.“ Grabowski betont beim Blick in den Rückspiegel: „Ich habe immer hundert Prozent gegeben, denn halbe Sachen bringen einen nicht ans Ziel.“ Der Leistungssport sei ihre Leidenschaft und habe sie „über die vielen Jahre sehr geprägt. All die Erfahrungen in Sieg und Niederlage, aber auch die Menschen, die ich auf dem Weg kennengelernt habe, haben mich zu dem Menschen werden lassen, der ich heute bin“.

Der 28 Jahre alte Osborne, der dem Rudern womöglich für immer den Rücken gekehrt hat, hat in seiner sportlichen Karriere noch einiges vor. Nachdem er sich nun voll aufs Radfahren konzentriert, darf man von den drahtigen Konditionswunder in den kommenden Monaten und Jahren sicher noch so einiges erwarten. In seinem letzten Jahr als aktiver Rennruderer gewann Osborne bei Olympia in Tokio zusammen mit Jonathan Rommelmann die Silbermedaille im Leichtgewichts-Doppelzweier. Dafür wurde das Duo am 8. November 2021 vom Bundespräsidenten mit dem Silbernen Lorbeerblatt ausgezeichnet.

„Was die Sportart Judo anbelangt, haben wir jetzt nun nur noch Michel Adam vom JSV Speyer in der Förderung“, erklärt Fabienne Knecht von der Stiftung Sporthilfe RLP. „Ansonsten warten wir auf leistungssportlichen Nachwuchs.“ Aktuell werden von der Stiftung, deren Vorstandsvorsitzender der Pfälzer Sportfunktionär Dr. Ulrich Becker ist, 49 Sportler*innen aus 21 verschiedenen Sportarten gefördert.

Text: Michael Heinze – LSB 

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