DEAFLYMPICS TEAM RLP: Backgroundstories

Mehr erfahren über die Athlet*innen und den Deaf-Sport

Unsere Athletinnen und Athleten des Deafylmpics-Team RLP geben uns exklusive Einblicke hinter die Kulissen.

Den Anfang machen die „Deafboys“ – unser Handballteam, das sich bei den Sommerspielen in Caxias do Sul eine historische Silbermedaille sichern konnte.

Mit dem Handballer-Lexikon lernt ihr die wichtigsten Begriffe aus dem Deaf-Sport in der Gebärdensprache kennen.

In der aktuellen Ausgabe der SportInForm – dem Magazin des rheinland-pfälzischen Sports – wird über die Erfolge der rheinland-pfälzischen Deaflympics-Teilnehmer*innen  berichtet.

Medaillensegen für DEAFLYMPICS-TEAM RLP

 

24. Sommerspiele der Gehörlosen enden mit herausragenden Leistungen rheinland-pfälzischer Athlet*innen 

Bei den diesjährigen Deaflympics vom 01. bis 15. Mai in Caxias do Sul in Brasilien traten ca. 4.500 Athlet*innen aus über 100 Ländern in 20 Sportarten an. Darunter bewiesen sich 13 rheinland-pfälzische Athlet*innen sorgten für einen Medaillensegen für Rheinland-Pfalz. Bis zum letzten Wettkampftag sorgten die Athlet*innen im Tennis, Beachvolleyball, Sportschießen und Handball für spannende Matches und wurden mit Erfolg gekrönt. In allen Sportarten, in denen rheinland-pfälzischen Athlet*innen angetreten waren, konnten Medaillen erreicht werden. Somit kehren die Athlet*innen des DEAFLYMPICS-TEAM RLP mit 1x Gold, 4x Silber und 2x Bronze stolz zurück nach Deutschland. 

Goldmedaillen-Gewinnerin Heike Albrecht-Schröder
Foto: DGSV – Schneid + Kleinert

Den Auftakt schaffte Sebastian Herrmany mit Partnerin Sabrina Eckert (GSV München) im Luftgewehr Mixed-Wettbewerb. Nur knapp unterlagen sie den Gegner*innen aus Indien im Kampf um die Goldmedaille. Im Einzelwettbewerb belegte er Platz 6. Sein Teamkollege Erik Hess reiste, bedingt durch eine Coronainfektion, verspätet nach Brasilien und konnte in dieser Disziplin leider nicht um die Medaillen mitkämpfen. Im Dreistellungkampf nutzte der Sportschütze seine Chance und gewann die Silbermedaille.

Tennis-Star Urs Breitenberger (GSV Neuwied) erreichte die Deaflympics ebenfalls coronabedingt mit Verzögerung. Sein erstes Match beendete gleichzeitig seine Medaillenträume. Mit einem Meniskusriss und einer Oberschenkelverletzung schied er aus dem Turnier aus. Das Aus betraf auch seine rheinland-pfälzische Mixed-Partnerin Heike Albrecht-Schröder Kaufmann (GSV Neuwied) – die beiden galten als Favorit*innen auf die Gold-Medaille im Doppel Mixed. Das deutsche Deaf-Tennis-Team hatte alle Hoffnung in die Ausnahmeathlet*innen gesetzt. Die Kehrtwende schaffte Heike Albrecht-Schröder gemeinsam mit ihrer Partnerin Verena Fleckenstein (GTSV Frankfurt) im Damen-Doppel und gewann in diesem Wettbewerb die Silbermedaille. „Die Silbermedaille habe ich anfangs nicht realisiert und mich nicht gewagt, zu viel zu freuen, da das Einzelfinale am nächsten Tag noch ausstand,“ so Albrecht-Schröder. Dort startete sie voll fokussiert und gewann nach konstant starken Spielen die Goldmedaille. Dies realisierte sie erst später: „Im ersten Moment als ich im Einzel den letzten Punkt gewonnen hatte, dachte ich nur daran, dass das Match gewonnen ist. Danach wurde mir erst bewusst, dass ich Gold und Silber geholt habe.“ Eine unverhoffte Medaille konnte das Herren Doppel Cedric Kaufmann (GSV Neuwied) und Nils Rohwedder (Hamburger GSV 1904) im Spiel um Platz drei erreichen. Die beiden Deaflympics-Newcomer zeigten mit dem Gewinn der Bronzemedaille ihre Stärke.

Tennis: Medaillengewinner*innen Cedric Kaufmann, Verena Fleckenstein, Heike Albrecht-Schröder und Nils Rohwedder 
Foto: DGSV – Schneid & Kleinert

Für die Beachvolleyballer, deren Spiele aufgrund der Schlechtwettersituation in Brasilien indoor gespielt wurden, ging der Traum von der Podiumsplatzierung ebenfalls in Erfüllung. Max Pähler (GSV Neuwied) und Partner Henrik Templin (GSV Düsseldorf 1916) setzten sich im kleinen Finale durch und gewannen die Bronzemedaille.

 

Max Pähler und Henrik Templin gewinnen Bronze
Fotocredits: DGSV – Schneid & Kleinert

Für die größte Sensation sorgten die „Deafboys“, das deutsche Handball-Team um Dominik Götz, Le Hung Ngoc, Joshua Hild, Philipp Bayer, Felix Werling, Lukas Kaut (alle GSV Frankenthal) und Sebastian Klein (GSV Trier). Der epische Moment des Finaleinzug, den zuvor 29 Jahre lang kein deutsches Team erreicht hatte, wurde mit der Silbermedaille gekrönt.

Für das DEAFLYMPICS-TEAM RLP ist das größte Sportevent der gehörlosen Menschen überaus erfolgreich und gespickt von Medaillensensationen verlaufen. Der Landessportbund und die Sporthilfe Rheinland-Pfalz gratulieren allen Athlet*innen zu ihren beachtlichen Leistungen und Medaillenerfolgen. In den nächsten Wochen wird es einen Empfang des DEAFLYMPICS-TEAMS RLP im Haus des Sports in Mainz geben, zudem werden parallel weitere spannende Hintergrundstories zu den Athlet*innen über die Online-Kanäle der Sporthilfe und des Landessportbundes Rheinland-Pfalz veröffentlicht. 

Die „Deafboys“ – das Handball-Team gewinnt Silber
Fotocredits: DGSV – Schneid & Kleinert

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